Frieden als …


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Vernissage der vom Kulturzentrum Vinningen ausgerichteten Ausstellung "Frieden als …" in der Alten Kirche am 31. August 2003


  • Datum: 31.08.2003 15:00
  • Ort: Vinningen, Deutschland (Karte)

Beschreibung

Im Frühjahr 2001 organisierte Cesare Marcotto ein interkulturelles Malprojekt, in dem das Wort „Frieden“ in verschiedenen Sprachen informell dargestellt wird. Die historisch-künstlerische Präsentation wurde Prof. Dr. Hans-Jürgen Imiela (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) anvertraut, unter der Schirmherrschaft des italienischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main, der Landkreise Bad Dürkheim (Landrätin Sabine Röhl) und Südwestpfalz (Landrat Hans-Jörg Duppré), der Stadt Grünstadt und den Ausländerbeiräten des Kreises Bad Dürkheim.

Der Künstler Cesare Marcotto ist  wie alle sensiblen Menschen von den unfriedlichen Ereignissen der letzten Zeit in Unruhe versetzt, die ihn antreibt, mit seinen Möglichkeiten kreativ verändernd zu reagieren., obwohl er das Gefühl der Entrüstung und der Ohnmacht in der Wahrnehmung der Ereignisse des 11. September 2001, des Nahostkonflikts und des Irak-Krieges mit vielen Menschen teilt. In seiner Sprache, der Malerei, interpretiert er dieses Thema künstlerisch  ideologiefrei, so dass die daraus entstehenden Kunstwerke ein Katalysator sein können für eine weitergehende Debatte. Deshalb bezieht er unterschiedliche Kulturträger seiner Region mit ein, die durch ihre Aktivitäten die alten Denkmäler der religiösen Architektur bewahren und mit Leben erfüllen. Gerade in diesem Jahr ist die Zusammenarbeit und das Zusammenwirken der unterschiedlichen Gruppen, die ehemalige oder/und aktuelle Religionseinrichtungen als für alle offene Begegnungsstätten erhalten und führen und sich für ein friedliches Zusammenleben einsetzen,  besonders wichtig. Frieden wird also nicht nur als bloßer „Nicht-Krieg“, sondern als positiver Kulturdialog verstanden, der die unterschiedlichen politischen, sozialen und religiösen Realitäten über die Kunst zu gemeinsamen Überlegungen, zu einer für alle verständlichen „Sprache“ führen kann. Der Künstler sieht  Frieden als „Akzeptieren der stetigen Gefährdung und damit Unsicherheit eines zivilen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Anschauungen“, aber auch als „Wiedererwachen des Vertrauens trotz bestehender Konflikte“, als „Gleichgewicht, das sich zwischen den  verschiedenen Realitäten einpendelt“, wobei die Kunst „als vitale Interpretation und Veranschaulichung des Friedens“ gesehen wird. Die Vernissagen sind jeweils so geplant, dass der Künstler Cesare Marcotto sich durch die Vernissage-Musik zur Gestaltung eines Bildes inspirieren lässt, das er dann zeitgleich malt.